David Cristal formuliert außerdem, dass Netspeak häufig gegen die Grice’schen Maximen verstößt.
Der Qualität widersprechen beispielsweise trolling und spoofing.
Der Quantität widersprechen sowohl lurking als auch spamming oder flaming.
Der Relevanz widersprechen z.B. schnelle Themenwechsel.
Der Art und Weise wiederspircht einiges, da keine festen Konventionen existieren um Ambiguität zu vermeiden oder die übliche Länge eines Textes im Internet festzulegen.
Dieses wird vor allem durch die Anonymität des Internets und den höheren Grad der Nonkonformität unter Usern begünstigt.
Ich vermute, dass Verstöße gegen die Grice’schen Maximen im Bezug auf Business-Blog-Beiträge nur eine marginale Rolle spielen. Anonymität besteht aufgrund des Präsentations- und Werbecharakters solcher Beiträge nicht und durch den engen Rahmen gibt es auch keinen großen Spielraum für Nonkoformität. Verstöße gegen die Grice’schen Maximen werden nur in dem Rahmen auftreten, in dem sie auch bei anderen (geschriebenen) Texten auftreten.
via: Crystal, David. 2001. Language and the Internet. Cambridge: Cambridge University Press. pp.1-61.